Eine kurze Kritik der Marktapologie
Von M.G.
Eigentlich wurde über den Zusammenhang zwischen Markt und der Auskunft, die er bietet, in den letzten hundert Jahren so viel geschrieben, dass es verwunderlich ist, in welche trostlosen Gefilde der ökonomischen Diskussion man gerät, sobald das Thema zur Sprache kommt. Gescheitert ist an Sachverhalten immer nur das zentralistischste Verfahren der Bedarfsermittlung. Dank des Marktes gibt es keine leerstehenden Wohnungen neben Menschen ohne Wohnung und kein Getreide, das eine Hungerregion verlässt, weil anderswo mehr geboten wird.
Die Leute kaufen, was sie brauchen. Was sollen die Unternehmen anderes tun als das zu produzieren, was gekauft wird? Alles Weitere ist Sozialromantik derer, die sich gegen Angebot und Nachfrage sperren, die unseren Alltag regeln. Wer frech genug ist, zu fragen, wie es dann komme, dass Milliarden Menschen dringend lebensnotwendige Waren brauchen und trotzdem nichts bekommen, erhält als Antwort einen Verweis auf die Sowjetunion. Eine Frage nach der Funktionsweise der Marktwirtschaft wird durch einen Hinweis auf das Scheitern von etwas anderem beantwortet. In einer anderen Wissenschaft würde man damit selten durchkommen. Statt diesen Trick zurückzuweisen, hat sich die Linke darauf verlegt, ihm eine freundliche Alternative anzubieten. Der Markt sei nun einmal chaotisch, und mit heutiger Rechenleistung könne man das alles besser. Wer nach dem Zweck gefragt hat, wird daraus ebenfalls keine Erkenntnis ziehen können, denn damit ist der Streit auf ein Feld verlegt, auf dem die Österreichische Schule thront, und es ist zum Teil verständlich, dass sie sich für den erwachsenen Teil der Veranstaltung hält. Allerdings ist ihr Auftreten eine Sache für sich. Aus dem Umstand, dass Menschen handeln, hat diese Denkrichtung ein Axiom gemacht und daraus eine Methode abgeleitet, die jede empirische Prüfung umgehen kann. Man kann diese Konstruktion bewundern, wie man ein gut gebautes Uhrwerk bewundert, das keine Zeit anzeigt. Dazu kommt die Anhängerschaft, die schon für sich einen eigenen Artikel verdient hätte, den ich mir hier aber erspare.
Vorweg: Ein Begriff, der in fast jeder Verteidigung des Marktes als selbstverständliche Voraussetzung auftaucht, ist Knappheit. Der Mensch hat von Natur aus unbegrenzte Bedürfnisse, die von endlichen Mitteln befriedigt werden sollen. Daraus soll folgen, dass Wirtschaften überhaupt im sparsamen Umgang mit Knappheit besteht. Die Menge produzierter Güter, die gerade durch Produktion vergrößert werden kann, wird dabei zur Erklärung dafür gemacht, dass sie für einen gegebenen Bedarf nicht reicht, als gehörten die Güter derselben natürlichen Mangellage an wie tatsächlich endliche Naturbedingungen. Manchmal schließen Produktionsmöglichkeiten einander aus, und manchmal existieren zu einem bestimmten Zeitpunkt gewisse Materialien und Flächen nur in begrenzter Menge. Wenn eine Anlage zur selben Zeit nur eines von zwei Produkten hergibt oder ein Rohstoffbestand für zwei geplante Verwendungen zusammen nicht reicht, muss natürlich entschieden werden. Die Erkenntnis, dass solche Situationen vorkommen, ist aber etwas anderes als die Behauptung unendlicher Bedürfnisse, die die Menschheit zur Marktwirtschaft verdammen sollen: zur ewigen Verwaltung des Mangels durch die Produktion zusätzlichen Reichtums.
Drei Argumente zum Markt
Die Behauptung, nur der Markt könne eine komplexe Wirtschaft koordinieren, setzt sich aus mindestens drei Argumenten zusammen.
Das Wissensargument geht auf Friedrich August von Hayek zurück. Kein Zentralorgan kann vollständig über das Wissen verfügen, das auf die verschiedenen Marktteilnehmer verteilt ist. Der einzelne Entscheider muss zusätzlich erfahren, wie sich Bedingungen verändern, die für seine eigene Tätigkeit relevant sind. Die Leistung der Preise soll darin bestehen, solche Veränderungen in verdichteter Form weiterzugeben, ohne dass jeder Beteiligte ihre Ursachen kennen muss.⁹
Eine moderne Wirtschaft muss außerdem zwischen heterogenen Produktionsmitteln und alternativen Verwendungen wählen, da sich Tonnen Stahl, Stunden unterschiedlicher Arbeit und Maschinen verschiedener Art nicht einfach addieren lassen. Geld- bzw. Marktpreise liefern ein einheitliches Rechenmaß und mit ihm die Grundlage rationaler Wirtschaftsrechnung.
Davon verschieden ist das Motivationsargument. Selbst wenn Informationen vorhanden sind und gerechnet werden kann, muss jemand ein Interesse daran haben, mit Mitteln sorgfältig umzugehen. Gewinn und Verlust sollen Entscheidungsbefugnis und Konsequenzen miteinander verbinden. Wer falsch entscheidet, verliert sein Vermögen; wer richtig entscheidet, wird belohnt.
Verbunden werden die drei Argumente dadurch, dass sie für ihre Behandlung des Marktes als Verfahren zur Lösung einer Koordinationsaufgabe dasselbe voraussetzen: dass die Sachen jemandem gehören, der andere von ihnen ausschließen darf. Wolfgang Möhl und Theo Wentzke bringen diesen Zusammenhang scharf auf den Punkt. Das „gewaltsam in Kraft gesetzte Eigentum“ trennt zunächst Bedürfnisse von den Gegenständen ihrer Befriedigung; der Zugriff wird davon abhängig gemacht, dass dem Eigentümer der verlangte Preis gezahlt wird. Der Staat, der diese Eigentumsordnung garantiert und Geld zum allgemeinen Zugriffsmittel macht, erhebt damit nicht die Bedürfnisse zum Zweck der Wirtschaft, sondern unterstellt ihre Befriedigung der Zahlungsfähigkeit.¹ Die technisch vorgefundene Schwierigkeit, Güter zu verteilen, die das Geld lösen soll, steht im Zusammenhang mit der Vermittlung eines Zugriffs, der gesellschaftlich bereits als Zugriff auf fremdes Eigentum eingerichtet ist. Das erklärt, warum unerfüllte Bedürfnisse und unverkäufliche Waren gleichzeitig existieren können. Wo der Zugang zu einem reproduzierbaren Gut durch Patente oder andere ausschließliche Rechte beschränkt wird, zeigt ein hoher Preis die reale Marktknappheit des Zugriffs an. Bei digitalen Gütern kostet die weitere Kopie fast nichts an Stoff, der Zugang aber dennoch einen erheblichen Preis. In diesem Fall wird korrekt darüber informiert, wie teuer der Zugriff unter den geltenden Eigentumsverhältnissen ist. Nur darf dieses Verhältnis nicht anschließend als natürliche Seltenheit des Gegenstands ausgegeben werden.
Was der Markt berechnet
Das Lob der Alltags-BWL lautet, dass dank des Marktes, also dank Angebot und Nachfrage, niemand wissen müsse, wie viele Schuhe eine Gesellschaft benötigt. Niemand müsse Kenntnisse über Produktionsmöglichkeiten und wechselnde Wünsche in einer Zentrale sammeln. Wenn etwas knapp wird, steigt der Preis. Wenn Nachfrage besteht, winkt Gewinn. Produzenten reagieren, Ressourcen wandern in die richtige Verwendung, und so stellt sich im Ergebnis eine Ordnung her, die kein Planer hätte entwerfen können. Gut. Preise zeigen den Marktteilnehmern also, zu welchen Geldbedingungen sich ihre eigenen Zwecke gegenüber anderen Ansprüchen durchsetzen lassen. Auf der Nachfrageseite erscheint ein Bedarf, insoweit er zahlungsfähig gemacht worden ist, und auf der Angebotsseite erscheint eine Verwendung gesellschaftlicher Arbeit, wenn sie sich für einen Produzenten rechnet. Für die Behauptung, der Markt ermittle den Bedarf, bedeutet das: Menschen können dasselbe Medikament gleich dringend benötigen; wenn aber einer zahlen kann und der andere nicht, treten ihre Bedürfnisse mit ungleichem Gewicht auf. Die ökonomische Nachfragelehre bestreitet das nicht einmal; die Zahlungsbereitschaft ist bereits durch Präferenzen und Budgetrestriktionen bestimmt. Aus dem Marktpreis lässt sich deshalb nicht herausrechnen, welcher Anteil der beobachteten Zahlungsbereitschaft auf die Stärke eines Bedürfnisses und welcher auf die Verfügung über Geld zurückgeht. Das gesellschaftliche Bedürfnis, insofern es sich als Nachfrage auf dem Markt geltend macht, ist durch das Verhältnis der Klassen und ihre jeweilige ökonomische Stellung bestimmt — unter anderem durch das Verhältnis von Arbeitslohn und Mehrwert sowie durch die Verteilung des Mehrwerts. Angebot und Nachfrage erklären ihren eigenen gesellschaftlichen Grund also nicht. Der überwiegende Teil der Bevölkerung verfügt über gesellschaftlichen Reichtum wesentlich in der Form des Lohns, während das Kapital über die Produktionsmittel und die Resultate der von ihm kommandierten Produktion verfügt. Für den Arbeiter ist der Lohn das Mittel seines Lebensunterhalts. Was er damit kaufen kann, ist Resultat des kapitalistischen Produktions- und Klassenverhältnisses und der darin geführten Kämpfe. Das Kapital verfolgt das Interesse, diesen Kostenbestandteil zu begrenzen oder zu senken, soweit Konkurrenz und betriebliche Erfordernisse das erlauben. Auf der Angebotsseite erscheint derselbe Gegensatz in umgekehrter Form. Der Produktionszweck ist nicht die Bedürfnisbefriedigung; trotzdem muss ein kapitalistisches Unternehmen Bedürfnisse bedienen. „Was an Bedarfsdeckung zustande kommt bzw. ausbleibt, ist die abhängige Variable des Geschäfts. Güterversorgung und Bedürfnisbefriedigung sind das Abfallprodukt der kapitalistischen Konkurrenz.“² Das Unternehmen schießt Geld vor und produziert Waren, um durch ihren Verkauf mehr Geld zurückzuerhalten. Der Gebrauchswert des Produkts ist dafür unentbehrlich — als Träger eines Geschäfts. Der Kunde mit seinem Bedarf ist eine Bedingung, die das Unternehmen für seine Gewinnerzielung benutzen muss; deshalb folgt aus großer Bedürftigkeit kein großes Angebot. Es kommt darauf an, welche zahlungsfähige Nachfrage sich zu Preisen bedienen lässt, bei denen sich das eingesetzte Kapital rentiert. Was die Wirtschaftslehre Konsumentensouveränität nennt, besteht daher in einer sehr bestimmten Freiheit: Der Käufer darf unter den Warenangeboten fremder Eigentümer auswählen, soweit sein Geld reicht. Souverän ist er weder über die gesellschaftliche Verteilung der Produktionsmittel noch über die Produktionsbedingungen noch über die Größe der Mittel, mit denen er seine Wünsche auf dem Markt geltend machen kann. Die Geschäftswelt taxiert die vorhandene Zahlungsfähigkeit, konstruiert Angebote, die sie auf sich ziehen sollen, und macht die Bedürfnisse des Publikums zum Feld einer Konkurrenz um Umsatz. Wenn Marktnachfrage also als Information behandelt wird, sind die konkurrierenden Anbieter an ihrer Hervorbringung und Umverteilung selbst beteiligt.
Was, wie viel und mit welchen Mitteln produziert wird, entscheiden getrennte Unternehmen nach Maßgabe ihrer jeweiligen Rechnung. Ob die privaten Entscheidungen zusammenpassen, erweist sich nachträglich am Absatz, an den Profitraten und an möglichen Verlusten. Die voneinander unabhängig betriebenen Privatarbeiten werden fortwährend in ein gesellschaftliches Verhältnis gebracht, aber nicht durch vorherige gemeinsame Festlegung. Ihre eigene gesellschaftliche Bewegung tritt den Produzenten als Bewegung von Sachen gegenüber, und die gesellschaftlich notwendige Arbeitszeit setzt sich, wie Marx formuliert, als „regelndes Naturgesetz gewaltsam“ durch — so wie sich das Gesetz der Schwere geltend macht, wenn einem das Haus über dem Kopf zusammenstürzt. Das ist die sachliche Grundlage dessen, was heute gern als „Lernen des Marktes“ beschrieben wird. Die Gesellschaft korrigiert ihre Produktionsproportionen also durchaus, aber eben post festum. Wenn kapitalistisch „zu viel“ von einer Ware produziert wurde, während Menschen sie noch gebrauchen könnten, dann heißt das nicht: zu viel gemessen am Bedürfnis, sondern: zu viel gemessen an dem Absatz, in dem sich das vorgeschossene Kapital erfolgreich realisieren lässt. Die Ware wird entwertet, Anlagen werden stillgelegt und Arbeitskräfte entlassen, weil sich die Fortsetzung der Produktion nicht lohnt. Die Gesellschaft besitzt dann möglicherweise Arbeitskräfte und Bedürfnisse zugleich und bringt sie trotzdem nicht zusammen, weil der vermittelnde Zweck der profitablen Verwertung ausfällt. Krisen entstehen aus deutlich mehr Gründen als nur einer zu geringen Konsumnachfrage. Sie betreffen den Gesamtzusammenhang von Produktion, Akkumulation, Kredit und Profitabilität sowie die Proportionen zwischen den Produktionszweigen. Der Kredit verschiebt die Bewährung privater Rechnungen zusätzlich in die Zukunft: Er ermöglicht Produktion und Absatz, bevor die Zahlung endgültig erfolgt ist, treibt den elastischen Reproduktionsprozess bis an seine Grenzen und erweitert die Akkumulation. Eine nicht tragfähige gesellschaftliche Proportion setzt sich so länger fort, und ihre nachträgliche Korrektur fällt umso heftiger aus.
Preissignale
Worauf Hayeks berühmte Überlegung über das verstreute Wissen hinauswill, zeigt sich am Zinn-Beispiel. Wird Zinn für seine bisherigen Verwendungen weniger verfügbar, müssen die Anwender nicht wissen, ob eine Mine ausgefallen ist oder andere Käufer größere Mengen beanspruchen. Sie erfahren, was für ihre Rechnung zählt: Zinn ist teurer geworden.¹⁰ Der Preis übersetzt die Wirkung vielfältiger Veränderungen in eine einzige monetäre Relation. Weshalb eine andere Verwendung stärker auf das Zinn zugreift, welchem Zweck sie dient und welches Bedürfnis vor dem eigenen zum Zug kommt, braucht der einzelne Anwender nicht zu wissen. Für seine getrennte Rechnung genügt die Veränderung seiner Geldbedingungen; er entscheidet nach Kosten und Profit, ob sein eigener Einsatz den gestiegenen Preis noch trägt, ob er Zinn einspart oder substituiert. Gleichgültig kann ihm die Ursache bleiben, weil über den gesellschaftlichen Vorrang der konkurrierenden Zwecke nicht gemeinsam entschieden wird. Das Preissystem erspart nicht einfach überflüssiges Wissen; es erspart den Beteiligten den gemeinsamen Vergleich der Zwecke, indem das Resultat aus ihrer Konkurrenz um das Material hervorgeht. Die Verdichtung ist deshalb die passende Information für eine Produktion, deren getrennte Betreiber ihre Produktionsmittel nach dem Erfolg ihres vorgeschossenen Eigentums disponieren. Angemerkt sei, dass das Beispiel gezin(n)kt ist. Zunächst heißt es, ein Teil des Zinns werde nun anderswo „profitabler“ verwendet; unmittelbar anschließend spricht Hayek von dem „dringlicheren“ Bedarf, zugunsten dessen andere Anwender Zinn einsparen. Dass eine Verwendung unter den gegebenen Marktbedingungen einen höheren Preis für Zinn tragen kann oder für das betreffende Kapital profitabler ist, zeigt ihre stärkere ökonomische Durchsetzungsfähigkeit, nicht aber, dass der Zweck dieser Verwendung gesellschaftlich dringlicher ist. Eine zahlungskräftige Nachfrage nach einer wenig dringlichen Verwendung setzt sich genauso gegenüber einem existenziellen Bedürfnis ohne entsprechende Zahlungsfähigkeit durch. Der gestiegene Preis ist eine materielle Zugriffsbedingung. Der Produzent muss die höheren Kosten tragen; für den Konsumenten begrenzt der Preis, was sein Einkommen ihm noch erschließt. Man nehme zwei konkurrierende Verwendungen desselben Materials, etwa medizinische Geräte und Getränkedosen, ohne vorauszusetzen, dass die eine Verwendung Vorrang hat. Der Hersteller medizinischer Geräte kennt die Anforderungen seines Produkts, der Dosenhersteller die seinen. Sie prüfen, was der neue Preis für ihre eigene Kapitalrechnung bedeutet. Das gesellschaftliche Resultat entsteht daraus, welche Kapitale das Material unter diesen Bedingungen weiter verwenden können und welche zurückgedrängt werden. Welche Bedürfnisse zurückstehen und welche Folgen die Verteilung hat, braucht nicht Gegenstand dieser getrennten Entscheidungen zu sein. Die Proportionen, die auf diese Weise entstehen, sind Resultate von Kapitalen, die um erfolgreiche Verwertung konkurrieren, und einer Nachfrage, deren ökonomisches Gewicht von der Verfügung über Geld abhängt. Hayek bezeichnet die so erzwungene Anpassung anschließend als Bewegung in die „richtige Richtung“. „Richtig“ ist dabei nur an der marktlichen Anpassungsaufgabe bemessen. Die gestiegene Konkurrenz um Zinn wird in Substitution und veränderte Verwendungen übersetzt. Dass dabei diejenigen Verwendungen zurückgedrängt werden, die nach einem gesellschaftlichen Vergleich am ehesten verzichtbar wären, ist damit nicht gezeigt. Der Markt besitzt für einen solchen Vergleich gar keinen von Zahlungsfähigkeit, Eigentum und Rentabilität unabhängigen Maßstab. Sein Fetischcharakter besteht darin, dass die Beziehungen der unabhängig voneinander produzierenden Konkurrenten für sie die Form gegenständlicher Eigenschaften und Bewegungen ihrer Produkte und Geldgrößen annehmen: Steigende Rohstoffpreise, sinkende Verkaufspreise und fallende Rentabilität treten dem einzelnen Unternehmen als sachliche Bedingungen entgegen, an die es sich anpasst. In späteren Vorträgen bestimmt Hayek Konkurrenz ausdrücklich als Verfahren, in dem wirtschaftlich relevantes Wissen erst entdeckt wird. Für die hier behandelte Form der Koordination ändert das jedoch nichts daran, dass die Marktteilnehmer auch auf Bedingungen reagieren, die aus den vorausgegangenen Marktentscheidungen anderer hervorgegangen sind. Käufe, Investitionen, Kreditentscheidungen und Spekulation verändern ihrerseits Preise und damit die Bedingungen weiterer Entscheidungen.
Hayeks Ausgangsproblem ist allgemeiner als die kapitalistische Form seiner Lösung. Wissen über besondere Umstände von Zeit und Ort ist verteilt, und die Entscheider müssen zugleich Veränderungen außerhalb ihres unmittelbaren Horizonts berücksichtigen. Beides bleibt auch bei gemeinsamer Verfügung über die Produktionsmittel bestehen. Allerdings folgt aus der Dezentralität des Wissens die Notwendigkeit entsprechend verteilter Entscheidungskompetenzen, nicht Privateigentum und Konkurrenz. Diese setzen der Herausforderung eine zusätzliche Schranke, weil Unternehmen Gründe besitzen, technische Verfahren, Erfahrungswerte und produktive Neuerungen voreinander zurückzuhalten, sofern deren exklusive Nutzung Bestandteil ihres Konkurrenzvorteils ist. Gemeinsame Verfügung beseitigt zumindest diesen systematischen Grund der Geheimhaltung. Der Informationszusammenhang richtet sich bei den assoziierten Produzenten nach der sachlichen Arbeitsteilung: besonderes Wissen bei der besonderen Tätigkeit, gemeinsame Bilanzierung dort, wo Tätigkeiten gemeinsame Voraussetzungen und Folgen besitzen. Diese Gegenüberstellung findet sich in der Kritik der sowjetischen Hebelwirtschaft wieder. Einer „Rechnungsführung“, die mit Wertgrößen die Produktion stimulieren und kontrollieren soll, steht die Planung der Arbeit „nach Maßgabe der natürlichen und technischen Bedingungen“ gegenüber; dafür sind technologische Kenntnisse und auch gesundheitliche Erwägungen sachlich einschlägiger als Bewertungsrechnungen.³ Wie gemeinsame Beschlüsse in einer solchen Assoziation praktisch verbindlich werden, ohne dass sich die koordinierende Funktion als abgesonderte Gewalt über die Produzenten verselbständigt, ist eine eigene Frage. An der sachlichen Unterscheidung zwischen der notwendigen Verbindlichkeit gemeinsamer Entscheidungen und einer eigenständigen Herrschaftsinstanz, die ihnen ihre Zwecke vorgibt, ändert das nichts. Die Informationsökonomie des Preises beruht darauf, dass die gesellschaftliche Produktion als Konkurrenz privater Verwertungs- und Einkommensrechnungen organisiert ist und ihr Zusammenhang den Beteiligten deshalb nur in der Form seiner Rückwirkung auf diese Rechnungen bekannt sein muss.
Wirtschaftsrechnung
Erst der Tausch der Produktionsmittel bringt den gemeinsamen Geldnenner hervor, auf den sich ihre möglichen Verwendungen zurückführen lassen. Es gibt zwar zahlreiche kapitalistische Großkonzerne, in denen Abteilungen und Produktionsvorgänge planmäßig aufeinander abgestimmt werden, ohne dass diese Teilbereiche ihre Produktionsmittel untereinander kaufen und verkaufen; Mises wendet dagegen ein, die interne Rechnung des Konzerns stütze sich auf Marktpreise, die außerhalb des Unternehmens entstehen. Dem Markt verdankt der Konzern die Bewertung; den sachlichen Zusammenhang seiner Produktion stiftet er selbst. In Human Action führt er den Einwand gegen Vorstellungen eines sozialistischen Quasi-Markts aus. Manager bestehender Betriebe erfüllen für ihn nur einen untergeordneten Teil der Aufgaben. Indem Kapitalisten und Spekulanten Unternehmen gründen und schließen bzw. Kapital vergeben und entziehen, verändern sie unter Unsicherheit die Produktionsstruktur. Die Zuweisung der Produktionsmittel auf verschiedene Produktionszweige ist die eigentliche Aufgabe, und sie geht über die Verwaltung bereits bestehender Betriebe hinaus.⁴ Unter Unsicherheit ist Versuch und Irrtum nur dann ein Verfahren, wenn unabhängig vom Verfahren Merkmale feststehen, an denen sich der erfolgreiche Versuch erkennen lässt. Im Kapitalismus liefern Gewinn und Verlust dieses Urteil. Ohne Marktpreise der Produktionsmittel fehle dem Sozialismus der unabhängige Maßstab, anhand dessen sich Versuch und Irrtum überhaupt auswerten ließen.⁵ Gewinn und Verlust sind vom einzelnen Versuch unabhängig feststellbar; sie sind deshalb aber kein von der Marktordnung unabhängiger Maßstab. Erfolg bedeutet hier, dass sich der vorgeschossene Geldwert bei gegebenen Marktpreisen rentiert. Mises selbst erläutert sein „besser“ ausdrücklich vom Standpunkt der auf dem Markt kaufenden Konsumenten. Ein gesellschaftlich beschlossenes Produktionsvorhaben kann seine Erfolgskriterien, etwa Qualität, Aufwand und Verbrauch, vor seiner Durchführung festlegen und das Ergebnis anschließend daran prüfen. Wo solche Kriterien kollidieren, entsteht ein Gewichtungsproblem. Dass dieses nur durch Profit und Verlust gelöst werden könne, folgt aus der allgemeinen Bedingung von Versuch und Irrtum nicht. Gleichzeitig soll das Korrekturverfahren des Marktes aber zu einer Verantwortung der Kapitalisten führen. Der eigentumslose Leiter könne für Fehlentscheidungen letztlich nur moralisch verantwortlich gemacht werden; der Eigentümer dagegen trage den Vermögensverlust selbst.⁶ Bevor geklärt werden kann, welche Folgen eine falsche Entscheidung für ihn haben soll, muss feststehen, woran die Entscheidung überhaupt als falsch erkannt wird. Mises beantwortet beide Fragen in einem Zug: Falsch ist, was Verlust erzeugt, und der Verlust ist zugleich die materielle Konsequenz, die den Eigentümer zur richtigen Entscheidung anhält. Damit ist aber nur gesetzt, dass die Erhaltung und Vermehrung des vorgeschossenen Eigentums als Erfolg der Produktion gilt. Der Eigentümer trägt „die Folgen seiner Entscheidung“ in der bestimmten Form einer Veränderung seines Vermögens, und darauf richtet sich seine Verantwortung. Solange die Folgen nicht als entsprechende Kosten seines Eigentums erscheinen, war die Rechnung nämlich richtig. Eine Produktion, die einen gesellschaftlich gewünschten Zweck erfüllt, ist eine Fehlentscheidung, wenn sich der dafür nötige Vorschuss nicht rentiert. Gewinn und Verlust verbinden die Verfügung über Eigentum mit den Konsequenzen, die diese Verfügung für das Eigentum hat. Dass der Eigentümer eigenes Vermögen verlieren kann, gibt ihm einen materiellen Grund, Mittel so zu verwenden, dass sein Vermögen erhalten und vermehrt wird — ganz unabhängig von einem Verantwortungsbewusstsein. Ob dieses Interesse mit einem sparsamen Umgang mit Mitteln oder mit der Befriedigung dringender Bedürfnisse zusammenfällt, ist eine davon verschiedene Frage. Das Motivationsargument setzt damit genau den Erfolgsmaßstab voraus, dessen allgemeine Vernünftigkeit es beweisen soll. Geldpreise messen kein von Eigentum und Verwertung unabhängiges gesellschaftliches Gewicht der Produktionsmittel. Für das Kapital machen sie sachlich verschiedene Produktionsbedingungen kommensurabel, weil diese ihm als Kosten eines Geldvorschusses gegenübertreten. Mises schließt von der Notwendigkeit, bei komplexen Produktionsverfahren heterogene Voraussetzungen und Folgen gegeneinander abzuwägen, darauf, dass sie auf einen gemeinsamen quantitativen Nenner gebracht werden müssen — eine Funktion, die in der Marktwirtschaft der Geldpreis erfüllt. Damit wird die unter Privateigentum und Austausch hergestellte Kommensurabilität zur notwendigen Form rationaler Wirtschaftsrechnung schlechthin und die Beschreibung einer bestimmten Wirtschaftsweise zum Maßstab jeder anderen, ohne dass ein Beweis für diesen Schritt geliefert wird. Dass unter den technisch geeigneten Alternativen eine mehr Arbeit und weniger Material, eine andere weniger Arbeit und mehr Material beansprucht, zeigt zunächst nur einen Gegensatz sachlicher Folgen. Wo eine Variante in allen für den Zweck relevanten Hinsichten überlegen ist, bedarf es keiner zusätzlichen „ökonomischen“ Bewertung. Wo dagegen Vorteile verschiedener Art gegeneinanderstehen — geringerer Arbeitsaufwand gegen höheren Materialverbrauch —, muss entschieden werden, welches Gewicht diesen Folgen zukommt. Vergleichbar werden sie durch den Zweck, für den verglichen wird, und nicht durch einen Nenner, auf den man sie vorher bringt. Wer weiß, wozu produziert werden soll, weiß auch, was an einer Variante zählt; gleichnamig gemacht werden müssen die Größen dafür nicht.
Eine Zahl drückt die unter bestimmten Verhältnissen — Eigentums- und Marktverhältnissen — zustande gekommene ökonomische Durchsetzungsfähigkeit aus. Der Geldpreis ist keine Ausnahme von dieser Regel, sondern ihr Fall. Er ist die Gewichtungsregel einer bestimmten Produktion: Er zählt jede Folge in dem Maß, in dem sie als Kosten eines Vorschusses oder als Rückfluss auf ihn erscheint. Soweit eine Folge weder den Geldvorschuss noch Eigentumswerte noch Haftung noch staatlich gesetzte Kosten berührt, erscheint sie in der privaten Rentabilitätsrechnung nicht als Kostenposition. Die Kommensurabilität, die Mises als Bedingung der Rechnung ausgibt, ist ihr Resultat. Sie entsteht daraus, dass die Produktion bereits einem Zweck unterworfen ist, an dem sich alles bemisst. Was Gewinn und Verlust im Nachhinein prüfen, ist die Verwertung. Das Eigentümerinteresse bestimmt nicht nur, wer für eine Entscheidung einsteht, sondern zugleich, welches Resultat als ihr Erfolg gilt: Verantwortlich entschieden ist vom Standpunkt dieser Rechnung, was das vorgeschossene Vermögen erhält und vermehrt.
Mises sagt offen, was seine Geldrechnung rechnet — private Vermögen, Kosten, Erlöse, Gewinne und Verluste einer auf Privateigentum beruhenden Wirtschaft. Dass rationale Entscheidung und monetäre Kalkulation nicht identisch sind, hält Mises selbst ausdrücklich fest. Gesundheit und Leben können bei ihm Mittel wie Zwecke menschlichen Handelns sein, ohne deshalb in die Geldrechnung einzugehen. Als Beispiel behandelt er einen Gemeinderat, der zwischen zwei Projekten der Wasserversorgung entscheiden muss. Die billigere Variante würde ein historisch bedeutsames Bauwerk zerstören, die teurere es erhalten. Dass dessen historische oder künstlerische Bedeutung nicht in Geld gemessen werden kann, hindert für Mises eine rationale Entscheidung zwischen beiden Möglichkeiten keineswegs.⁷ Eine bewusste gesellschaftliche Produktion kann Zweckentscheidung und Rechnung unterscheiden, ohne sie voneinander zu trennen. Die Rechnung macht die Voraussetzungen und Folgen verschiedener Produktionsmöglichkeiten kenntlich; welche dieser Folgen wie gewichtet werden, ist mit den jeweiligen Produktionszwecken zu entscheiden. Die Kritik an der Geldrechnung leugnet die Opportunitätsfragen nicht, die bei der Wahl zwischen Verfahren oder bei begrenzten Mitteln auftreten; sie bestreitet den Geldnenner als ihre Form. Mises und Hayek gelangen von verschiedenen Ausgangspunkten zur behaupteten Unentbehrlichkeit des Marktes. Der eine erklärt die unter Privateigentum und Tausch hervorgebrachte Geldrechnung zur notwendigen Form wirtschaftlicher Entscheidung. Der andere geht von dem allgemeinen Ausgangspunkt aus, dass in jeder komplexen gesellschaftlichen Arbeitsteilung Wissen unvollständig verteilt ist, und bestimmt den Marktpreis als die dafür notwendige Informationsform. In beiden Fällen wird aus einem allgemeinen Problem gesellschaftlicher Produktion die Notwendigkeit seiner kapitalistischen Lösungsform abgeleitet. Dadurch verändert sich die Form, in der Privateigentum verteidigt wird: Als Theorem des Wissens präsentiert, verwandelt das Eigentum jeden Einwand gegen den Profitzweck in das Geständnis, man könne nicht rechnen.
Sozialistische Etikettierung
Ob staatliche oder zentrale Planung automatisch bedürfnisgerecht ist, ist eine fallspezifische Frage. Dass eine Produktion geplant ist, sagt noch nicht, welchem Zweck der Plan dient. Ebenso wenig beweist die Geschichte der Sowjetunion, dass jede nichtmarktliche Koordination unmöglich ist. Aus dem Scheitern einer bestimmten historischen Planungsweise folgt eine allgemeine Unmöglichkeit nur dann, wenn gezeigt wird, dass ihr Scheitern notwendig aus Bestimmungen folgt, die jeder Planung zukommen müssen. Die Kritik am realen Sozialismus richtet sich unter anderem dagegen, dass die politische Führung den Produktionszweck nicht einfach als zu erfüllenden stofflichen Bedarf organisierte, sondern Betriebe durch Kennziffern und materielle Anreize dazu bringen wollte, aus ihrer jeweiligen Teilrechnung heraus das gewünschte Gesamtresultat hervorzubringen. In den Reformen der Perestroika wurde diese Orientierung weiter in Richtung betrieblicher Eigenständigkeit und Rentabilität verschoben. Gerade sachlich notwendige, aber für den einzelnen Betrieb wenig rentable Produkte konnten dadurch aus dem Sortiment verschwinden.⁸ Die Kritik der Kommunisten an der Sowjetunion ist aber eine ganz andere. Gegen die vermeintlichen Kritiker des Kommunismus ist festzuhalten, dass hier nicht gezeigt werden muss, wie dieses System konkret aussehen soll, denn die Beweislast trägt in erster Linie derjenige, der den kapitalistischen Markt zur Grundvoraussetzung des Wirtschaftens überhaupt macht. Noch wurde dieser Beweis nicht erbracht, was wohl die Trostlosigkeit der Diskussion begründet. Man bleibe gespannt, welche Begründungen den Nachfolgern der Österreichischen Schule noch einfallen werden.
Die Auskunft
Auf der Welt gibt es zwei Milliarden Menschen ohne sicher verwaltete Trinkwasserversorgung. Man könnte auf den Gedanken kommen, hier liege ein Versagen vor. Aber wovon eigentlich? Ein Versagen setzt eine Aufgabe voraus, die nicht erfüllt wurde. Welche wäre das gewesen? Am Wissen kann es nicht liegen. Wo diese Menschen leben, ist erfasst; die Weltbank führt Statistiken darüber, und die Weltgesundheitsorganisation gibt sie jährlich heraus. Die Verfahren sind älter als die Debatte selbst. Es gibt keine verstreute Kenntnis, die einer Zentrale fehlte, keinen Mann vor Ort, dessen besonderes Wissen über Zeit und Ort nicht abgerufen worden wäre. Alle wissen Bescheid. Das ist das Bemerkenswerte an der Sache.
Also an der Rechnung? Auch nicht. Rohre, Pumpen, Filter und Arbeitsstunden sind vollständig kalkulierbar, und die Ingenieurbüros tun genau das. Es gibt Angebote, Kostenvoranschläge und Machbarkeitsstudien. Der gemeinsame Nenner steht bereit, die Zahlen liegen vor, und sie sind, gemessen an dem, was jährlich in weitaus Verzichtbareres fließt, unauffällig.
Bleibt die Verantwortung. Aber es ist ja niemand verantwortungslos gewesen. Kein Wasserversorger hat sein Vermögen verschleudert, kein Investor ist einer törichten Wette aufgesessen, keine Bilanz weist einen Posten aus, der Anlass zur Beanstandung gäbe — im Gegenteil. Wer in Regionen ohne zahlungsfähige Nachfrage investiert hätte, wäre für seinen Verlust zu Recht zur Rechenschaft gezogen worden. Das Ausbleiben der Versorgung ist das Resultat lauter verantwortlicher Entscheidungen.
Der Markt hat also gearbeitet. Er hat die Auskunft erteilt, für die er eingerichtet ist, und er hat sie präzise erteilt. Sie lautete: kein Geschäft.
Man kann das für einen Skandal halten. Für eine Panne sollte man es nicht halten.
Und die Frage, warum eine Gesellschaft, die alles weiß, alles rechnen kann und für alles einsteht, zwei Milliarden Menschen kein Wasser gibt, ist nach Auskunft ihrer besten Theoretiker keine ökonomische Frage. Sie zeugt bloß davon, dass der Fragende die elementaren Bedingungen vernünftigen Wirtschaftens nicht begriffen hat.
Hätten sie es eben bestellt.
Wissenschaft statt Weltanschauung. Analyse statt Appell. Bruch statt Reform.
- Wolfgang Möhl und Theo Wentzke, Das Geld – Von den vielgepriesenen Leistungen des schnöden Mammons, GegenStandpunkt Verlag, S. 9.
- Alexander Melčok, Kritik der Betriebswirtschaftslehre. Planungsregeln für erfolgreiches Wirtschaften in der kapitalistischen Konkurrenz, GegenStandpunkt Verlag, S. 18.
- Karl Held (Hrsg.), Das Lebenswerk des Michail Gorbatschow. Von der Reform des „realen Sozialismus“ zur Zerstörung der Sowjetunion, GegenStandpunkt Verlag, S. 35.
- Ludwig von Mises, Human Action, „The Quasi-Market“.
- Ludwig von Mises, Human Action, „Trial and Error“.
- Ludwig von Mises, Die Wirtschaftsrechnung im sozialistischen Gemeinwesen, Abschn. 4.
- Ludwig von Mises, Human Action, „The Limits of Economic Calculation“.
- Karl Held (Hrsg.), Das Lebenswerk des Michail Gorbatschow. Von der Reform des „realen Sozialismus“ zur Zerstörung der Sowjetunion, GegenStandpunkt Verlag, S. 210.
- Friedrich A. Hayek, „The Use of Knowledge in Society“, The American Economic Review, Vol. 35, No. 4.
- Friedrich A. Hayek, „The Use of Knowledge in Society“, The American Economic Review, Vol. 35, No. 4.
